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am 27. Oktober

Bebauungsidee "Postsportviertel"

Max Hartmuth - BÄUME SCHÜTZEN, SPORTAUSÜBUNG GEWÄHRLEISTEN, MIT DEN MENSCHEN REDEN!

Das Postportareal von der Roggendorfgasse aus gesehen.

Mitte September 2019 hat die Post AG eine „Entwicklungsvision​“ für das Postsportareal veröffentlicht. Geht es nach dem Eigentümer, sollen Randbereiche des Areals für Wohnzwecke entwickelt werden. Diese Bebauungsidee ist mit der gültigen Flächenwidmung dieses Gebiets nicht vereinbar. Eine unmittelbare Umsetzung, wie von manchen Anrainer_innen befürchtet, steht also nicht bevor.

Einer etwaigen Umwidmung geht stets ein längerer Prozess voran. In diesem prüft die Gemeinde, welche Veränderungen sie in diesem Gebiet (zulassen) will. Wie wäre einem erhöhten Verkehrsaufkommen beizukommen? Gibt es genug Kapazitäten in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen? Ausreichende Versorgung mit Naherholungsräumen und Spielplätzen? Rechtfertigt die Situation am Wohnungsmarkt eine Verdichtung an diesem Ort und in diesem Ausmaß?

Das beurteilen glücklicherweise nicht Politiker im Wahlkampfmodus (…denn die versprechen gerne alles Mögliche und Unmögliche), sondern Rathausbeamte mit entsprechendem Fachwissen und auf Basis sachlicher Kriterien.

Wie stehen die Hernalser Grünen zum Projekt?

Unsere Position dazu ist klar: Sollte von den verantwortlichen Stellen eine Erhöhung der Bebaubarkeit des Areals erwogen werden, erheben die Hernalser Grünen 3 zentrale Forderungen:

  • Bäume schützen: Das Postsportareal verfügt über einen äußerst wertvollen Baumbestand. Den gilt es im Falle der Umsetzung eines Bauprojekts im höchstmöglichem Umfang zu erhalten – auch wenn es dessen „Wirtschaftlichkeit“ schmälert. Der öffentliche Zugang zum Lidlpark, der sich ebenfalls auf Post-Grund befindet, muss dauerhaft gewährleistet werden.
  • Sportausübung gewährleisten: Die Kapazitäten fürs Betreiben von Sport müssen genau dort erhalten werden, wo viele Menschen leben. Der Weiterbestand der sportlichen Nutzung steht für uns nicht zur Diskussion.
  • Mit den Menschen reden: Für uns ist keine Umwidmung vorstellbar, der nicht ein ergebnisoffenes Beteiligungsverfahren vorausgeht, das Befindlichkeiten und Sorgen der Anrainer_innen erhebt und ernst nimmt.

Sollte es am Ende zu Neubauten kommen, dürfen diesen den Maßstab der umliegenden Bebauung nicht sprengen. Ein öffentlicher Mehrwert für Anrainer_innen muss eindeutig erkennbar sein. 

Das Bebauungskonzept muss einen maßgeblichen Anteil „leistbaren Wohnens“ beinhalten. Der Bedarf an Bildungs- und Betreuungsangeboten muss den vorhandenen (oder schaffbaren) Kapazitäten entsprechen. 

Zuletzt sollte durch ein zukunftsweisendes Mobilitätskonzept gewährleistet werden, dass ein Mehr an Anrainer_innen nicht zwingend zu einem höheren Kfz-Aufkommen führt.