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am 24. Oktober

Gedenken an die Opfer des Faschismus in Hernals

Webredaktion der Grünen Hernals - EINLADUNG am Nationalfeiertag: Gedenken an die Opfer des Faschismus in Hernals 1933 - 1945 im Park der Freiheit bei der S45-Station Hernals

LEHNER, Peter Ulrich Verfolgung, Widerstand und Freiheitskampf in Hernals

Zum Gedenken mit Kranzniederlegung kommen BezirksrätInnen und die Bezirksvorsteherin Dr. Ilse Pfeffer am Donnerstag, 26. Oktober 2016 um 9 Uhr beim Mahnmal am Vorplatz der S45-Station Hernals zusammen.

Alle Hernalserinnen und Hernalser sind herzlich zu dieser Gedenkveranstaltung eingeladen!


Buchtipp

"Verfolgung, Widerstand und Freiheitskampf in Hernals"

Ein Heimatbuch der anderen Art

Der Hernalser Peter Ulrich Lehner hat die Biografien von 1.900 Frauen und Männern, die zwischen 1933 und 1945 Widerstand gegen Faschismus und Nationalsozialismus leisteten zusammengetragen. Erschütternde Schicksale bilden den Kern der rund 800-seitigen Publikation. Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern sowie Verfolgten, darunter Frederic Morton, Hedy Lamarr, Christian Broda, Adolf Schärf oder Karl Stojka sind dokumentiert. Das Ausmaß der Unterdrückung wird spürbar, wenn die erschütternden Schicksale zahlreicher weniger prominenter Jüdinnen und Juden, die aus Hernals in Konzentrationslager, Ghettos und Vernichtungsstätten deportiert wurden dargestellt werden.


Politische Verfolgung schon vor 1938

Lehner zeichnet nach, wie Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern bereits ab 1934 vom austrofaschistischen Regime verfolgt und nach dem Anschluss mit drakonischen Strafen belegt wurden. Er beschreibt die Orte des Geschehens und listet jene rund 140 Hernalser Vereine auf, die vom NS-Regime aufgelöst wurden.

Mit seiner Dokumentation gelingt es Lehner, dessen Eltern ebenfalls verfolgt wurden, das Zeitgeschehen von 1933 bis 1945 in Hernals in einen größeren zeitlichen Rahmen einzubetten. In seinem Werk finden sich erstmals Auszüge aus dem Bericht des ersten Hernalser Bezirksvorstehers nach dem Kriegsende 1945. Der Autor verweist auch auf nach Opfern benannte Verkehrsflächen und Gebäude.

Den Abschluss seines Werkes bilden sozialpsychologische Betrachtungen zur "autoritären Persönlichkeit". Lehner leitet daraus politische Schlussfolgerungen für eine solidarische Gesellschaft ab, um die Anfälligkeit für autoritäre Herrschaft zu verringern.


Eine profilierte zeitgeschichtliche Einleitung stellt das Bezirksgeschehen in einen größeren zeitlichen Rahmen. Ein Werk über den Wiener Bezirk Hernals von 1933 bis 1945, das in dieser Form im deutschsprachigen Raum einzigartig ist.


LEHNER, Peter Ulrich

Verfolgung, Widerstand und Freiheitskampf in Hernals
Ereignisse, Gestalten, Orte, Spuren in einem Wiener ArbeiterInnenbezirk - Ein Heimatbuch der anderen Art

Mandelbaum Verlag Wien