Bezirke
Navigation:
am 1. Mai

Rauchverbot in Hernals

Richard Heuberger, Sepp Neustifter - Die Bezirksvertretung Hernals spricht sich für ein umfassendes und bedingungsloses Rauchverbot in der Gastronomie für alle den Gästen zur Verfügung stehenden Bereiche, ausgenommen Freiflächen, aus.


Die Grüne Alternative Hernals stellte in der Sitzung der Bezirksvertretung am 7. März 2018 gemäß § 104 der Wiener Stadtverfassung wie folgt fest bzw. gab kund:


RESOLUTION

Die Bezirksvertretung Hernals spricht sich für ein umfassendes und

bedingungsloses Rauchverbot in der Gastronomie für alle den Gästen zur Verfügung stehenden Bereiche, ausgenommen Freiflächen, aus.


Ein Rauchverbot, wie es in anderen europäischen Ländern schon lange üblich ist, soll auch in Wien und Hernals zur Wirkung gebracht werden. Die vernünftige Umsetzung eines umfassenden NichtraucherInnenschutzes, der in anderen Ländern selbstverständlich ist, war lange Zeit auch auch in Österreich für das Jahr 2018 geplant.

Diese geplante Umsetzung ist nun – fahrlässigerweise – in Gefahr.

Dagegen spricht sich die Bezirksvertretung Hernals, im Namen der Verantwortung für die Gesundheit aller Hernalser und Hernalserinnen, aus.

Zigarettenrauchenthält etwa 250 giftige Inhaltsstoffe, etwa 90 davon gelten als

krebserregend.

Zigarettenrauch enthält etwa Arsen, Cadmium, Blei, Benzol, Formaldehyd, Methylamin und Toluol – allesamt giftige Inhaltsstoffe, die tunlichst nicht in geschlossenen Innenräumen konzentriert werden sollten. Zigarettenrauch schadet  nicht nur dem Raucher und der Raucherin, sondern in geschlossenen Räumen allen, die diese Raum nutzen müssen, sei es freiwillig oder als Angestellte
oder Angestellter.

Ein bedingungsloses Rauchverbot in der Gastronomie erscheint zum Ersten allein

aus Sicht des ArbeitnehmerInnen-Schutzes dringend geboten.

Angestellten in der Gastronomie sind keine Arbeitsbedingungen zumutbar, die ihre Gesundheit
schwer schädigen.

Zum Zweiten erscheint es aus Sicht des NichtraucherInnenschutz erforderlich alle Maßnahmen zu ergreifen auch NichtraucherInnen eine die Gesundheit nicht gefährdende Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Zum Dritten erscheint es aus generalpräventiver Sicht sinnvoll ein Zeichen dafür zu setzen, dass Rauchen in Innenräumen zu schwerer gesundheitlicher Schädigung führt und im Wohle von RaucherInnen wie NichtraucherInnen verhindert werden sollte.

Wer sich gegen ein bedingungsloses Rauchverbot ausspricht, spricht sich für eine bewusste und fortwährende Gesundheitsschädigung und Körperverletzung aus.


Nach dem erfolgreichen Volksbegehren klagt nun die Gemeinde Wien das Gastro-Rauchverbot beim Verfassungsgerichtshof ein!

https://wien.gruene.at/gesundheit/wir-unterstuetzen-das-volksbegehren-gegen-die-abschaffung-des-rauchverbots-in-der-gastronomie