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am 24. September

Darf’s ein bisserl Mahü in Hernals sein?

Karin Prauhart, Stephan Renner - Wir wollen eine Begegnungszone in der Kalvarienberggasse zwischen Antonigasse und Ottakringerstraße und eine Fußgänger*innenzone im Bezirkszentrum.

Hernalser Bezirkszentrum aufwerten.


Die Hernalser Grünen fordern seit Jahren, das Hernalser Bezirkszentrum aufzuwerten. Direkt an der Hernalser Hauptstraße gelegen, erstickt der Elterleinplatz im Verkehr. Viele Geschäfte stehen leer. Statt flanierende Menschen dominieren donnernde Fahrzeuge. Die Luftqualität direkt am Platz wird nicht gemessen, hier warten Grüne Anträge aus den letzten Jahren noch auf Einsicht bei der SP Hernals.​

Das wollen wir ändern! Aus der Kalvarienberggasse zwischen Antonigasse und Ottakringerstraße wollen wir eine Begegnungszone machen. Im Zentrum soll am Kalvarienberg von Pezzlgasse bis Bartholomäusplatz eine FußgängerInnenzone ​sein. ​​

Das beste Mittel gegen Leerstand.

Eine klug gemachte Begegnungszone, die die Aufenthaltsqualität verbessert, stärkt die lokale Wirtschaft und ist das beste Mittel gegen Leerstand. Mehr Menschen zu Fuß oder am Fahrrad bringt mehr Kundinnen und Kunden. Das sagen übrigens nicht nur wir Grüne, sondern auch der Standortanwalt der Wiener Wirtschaftskammer.

Bei der Sitzung der Hernalser Bezirksvertretung am 26. Februar 2020 wurde der SP Antrag auf Errichtung einer Begegnungszone in der Kalvarienberggasse von Antonigasse bis Elterleinplatz mit Grüner Unterstützung der Verkehrskommission zugewiesen. 

Das ist ein erster, richtiger Schritt in Richtung unserer Grünen Forderungen. Und es zeigt, dass das Grüne Modell Mariahilfer Straße nun alle überzeugt.

„Mit der ersten BEZO in Hernals macht die SP einen willkommenen Schwenk zu uns Grünen. Bislang ging es immer nur um Stellplätze. Jetzt sickert in der SP die Erkenntnis durch, dass es dringend eine Umverteilung des öffentlichen Raumes braucht, für die wir seit Jahrzehnten kämpfen“ freut sich Karin Prauhart, die Klubchefin der Hernalser Grünen. 

„Weil nur ein Viertel der Wege mit dem Auto, drei viertel aber mit dem Fahrrad, zu Fuß und mit den Öffis zurückgelegt werden. Für diese Mehrheit, und vor allem für unsere Kinder und ältere Menschen, müssen wir sichere und schöne Straßen bauen,“ fordert Prauhart.

Die Vision für die BeZo Kalvarienberg:

Unsere Vision für die Begegnungszone Kalvarienberg: mit einer attraktiven U-Bahnstation und weniger stehenden und fahrenden privat-Kfz können wir unser Hernalser Bezirkszentrum wieder lebenswert machen. Wir wollen weniger Stellplätze für privat-Kfz, dafür ein breites Angebot an Sharing-Angeboten und Stellplätze für Mobilitätsdienstleister, außerdem ausreichend Halteplätze für Güter- und Personentransporte und attraktives und sicheres Gehen und Rad fahren. 

Den frei werdende Raum wollen wir für Bäume, Bänke und Brunnen verwendet. Statt grauer wollen wir mehr grüne Infrastruktur. Einer der größten Vorteile einer Begegnungszone ist die Barrierefreiheit.

In der Planungsphase wird es wichtig sein, sowohl AnrainerInnen als auch GeschäftsinhaberInnen in allen Überlegungen aktiv mit einzubeziehen.

Grün statt grau.

Aus diesem Grund haben wir bei der Sitzung der Bezirksvertretung auch einen Antrag auf die Setzung von 24 neuen Bäumen in der Kalvarienberggasse (von Dornerplatz bis Rötzergasse) gestellt, weil nur eine Baumallee eine solche Begegnungszone auch wirklich attraktiv macht. Dafür wollen wir das Budget für die coolen Straßen in Wien nutzen. Wir müssen unsere Straßen kühlen. Die nächste Sommerhitze kommt bestimmt.