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am 2. Juli

Unser Dornerplatz ist Cool!

Karin Prauhart - Unsere Grüne Vizebürgermeisterin Birgit Hebein macht’s möglich: Der Dornerplatz verwandelt sich von 22. Juni bis 20. September in eine Coole Straße.

18 Straßen in Wien verwandeln sich von 22. Juni bis 20. September in Coole Straßen. Hernals hat sich für den Dornerplatz entschieden. 

Dazu Birgit Hebein: „Der Sommer steht vor der Tür. Wien, als eine der am stärksten von der Klimakrise betroffenen Städte Europas, muss mit besonders vielen Hitzetagen rechnen. 

Um Abkühlung an heißen Sommertagen auch mitten in der Stadt möglich zu machen, schafft die Stadt deshalb temporäre ‘Coole Straßen’ in 18 Grätzeln.“


Abkühlung auf heißen Plätzen

Die Standorte der „Coolen Straßen“ wurden auf Basis der Wiener Hitzekarte​ in Abstimmung mit den Bezirken ausgewählt. 

Die Wiener Hitzekarte zeigt, an welchen Orten in Wien Abkühlung am dringendsten nötigt ist. Darüber hinaus gibt die Karte auch Angaben über die Bevölkerungsstruktur und zeigt so, wo viele Kinder und ältere Personen leben, die besonders an den Folgen hoher Temperaturen leiden.

Abkühlungsmaßnahmen in den Straßen, Gassen und auf den Plätzen – etwa mit Straßenbaumpflanzungen, Beschattungsmaßnahmen oder Brunnen bringen Kühle und Erleichterung. 

Coole Straßen“ sind Orte zum Aufhalten im Freien, zum Spielen und Abkühlen in der Nachbarschaft. In den „Wohnzimmern im Freien“ gibt es zusätzliche Sitzgelegenheiten sowie Möglichkeiten zum Abkühlen durch Sprühnebel. 

Pro Straße stehen außerdem zwei Betreuer*innen den Anrainer*-innen für Fragen und Anregungen zur Verfügung.

Die „Coolen Straßen“ finden in ganz Wien Anklang. Laut einer noch unveröffentlichten repräsentativen Umfrage vom April 2020 halten 70 Prozent der Wienerinnen und Wiener „Coole Straßen“ für eine gute Idee. Mehr als die Hälfte der Wiener Bevölkerung wünscht sich, dass „Coole Straßen“ in ihrer Nachbarschaft geschaffen werden. 

Dass die Maßnahmen der „Coolen Straßen“ auch zur lokalen Abkühlung beitragen, haben klimatische Tests im Jahr 2019 gezeigt. In den „Coolen Straßen“ konnte die Umgebungstemperatur um bis zu 5 Grad gesenkt werden.

SCHWEBENDE REGENSCHIRME

Der Dornerplatz hat durch die Aktion REGENWALD und REGENWALD² auch eine Art Vorreiterrolle im Projekt „Wiener Schatten“ der MA19 eingenommen. Mein Mann, Alain Tisserand und ich, haben diese Rauminstallation gemeinsam mit dem Verein spaceandplace und der Finanzierung von „Wien lebt!“ 2015 und 2016 umgesetzt. 

Als unmittelbare Anrainer*innen war uns klar: Gerade bei zunehmender Hitze sind unsere Nachbar*innen liebend gern draußen, aber der Dornerplatz heizt sich stark auf und wird dann erst oft nur in den Abendstunden zum Ort für Spiel, Kommunikation und Entspannung.


NEUE IDEEN FÜR KÜHLENDE SCHATTENELEMENTE SIND GEFRAGT

​Gemeinsam mit dem Architekturbüro gaupenraub+/- sowie mit externen Expertinnen und Experten haben die Dienststellen der Stadt Wien in den vergangenen Monaten alternative Verschattungsideen entwickelt, die Erleichterung und Abkühlung bringen sollen, und zwar dort, wo Baumpflanzungen nicht möglich sind. 

Die Broschüre „Wiener Schatten​ zeigt die vielen verschiedenen Möglichkeiten der Verschattung auf – von textilen Sonnensegeln in schmalen Gassen über Kunst- und Nachbarschaftsprojekten im Grätzl bis hin zur Verschattung von konsumfreien Parklets oder einfachen Blätterdächern über dem Gehsteig.