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am 29. August 2017

HERNALSER BAUJUWEL SINNVOLL NACHNUTZEN

Max Hartmuth, Karin Prauhart, Sepp Neustifter - 2018 schließt das Orthopädische Krankenhaus Gersthof. Wir fordern eine Nachnutzung als gemischtes Wohnheim für Gruppen, die es am freien Wohnungsmarkt zunehmend schwer haben, oder als Bildungsstätte

Das Orthopädische Krankenhaus Gersthof (OKhG) wurde um 1925 als Entbindungsanstalt für die Wiener Kaufmannschaft errichtet. Seit Mitte der 1970er Jahre wird das denkmalgeschützte Gebäude, das mit
seinen Art-Déco-Anleihen einen besonderen Stellenwert in der Baugeschichte des Roten Wiens einnimmt, orthopädisch genutzt.

2018 werden seine medizinischen Leistungen ins Krankenhaus Nord übersiedeln.


Ungewisse Zukunft

Angesichts der Standortgunst liegt eine Verwertung des Baujuwels (Bruttogeschossfläche ca. 10.000m2) und seines Grundstücks (Fläche ca. 1,6 Hektar) als Luxusimmobilie nahe.
Demgegenüber haben sich die Bezirksvorsteherinnen der beiden anbelangten Bezirke 17 und 18 für das Ermöglichen leistbaren Wohnens ausgesprochen.

Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir in der März-Sitzung der Bezirksvertretung die zuständige Stadträtin
(Frauenberger) um die Erwägung der Errichtung eines gemischten Wohnheims ersucht.

Darin untergebracht werden könnten etwa Angehörige gesellschaftlicher Gruppen, die es angesichts steigender Mietpreise am freien Markt zunehmend schwer haben, wie etwa Senior_innen, Studierende und alleinstehende Arbeiter_innen.

Gemeinsam statt einsam

Mit gemischten Wohnheimen wurden bislang gute Erfahrungen gemacht. Sie wirken der Isolation bestimmter Gruppen entgegen. Zudem sind Wohnheime ein effizientes Mittel für Nachverdichtung in bereits gut erschlossenen Stadtteilen. Das spart Steuergeld.

Ein Umbau zum Wohnheim könnte zudem weitgehend ohne einschneidende bauliche Veränderungen veranlasst werden. Somit müssten weder Grünflächen beschnitten werden, noch würde der Denkmalschutz tangiert. Eine Nachnutzung durch eine Bildungseinrichtung wäre für uns ebenfalls denkbar.