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am 17. September

Klima, Bäume, Freiräume!

Karin Prauhart - Wir haben wieder Anträge für mehr Klimaschutz eingebracht. Aber werden die anderen Parteien endlich mehr tun, als nur reden?

Nach unserem Klimaschutzpaket aus 33 Anträgen vom Juni haben wir wieder Anträge für mehr Lebensqualität in Hernals eingebracht. Hier das Wichtigste von der letzten Sitzung der Bezirksvertretung vom 11 September 2019 und einige weiterführende Gedanken.​

1. Hernals wird Klimabündnis-Bezirk!

Nach den Bränden am Amazonas wollten wir, dass Hernals dem Klima-Bündnis beitritt. Wir verfassten eine Resolution, die gemeinsam mit SP und Neos eingebracht wurde. Auch wenn das schon der zweite Versuch war und die anderen Parteien leider immer etwas länger brauchen, haben sie unserem Ansinnen nun ​doch nachgegeben und Hernals wird ein Klima-Bündnisbezirk. Der Klubvorsitzende der ÖVP Hernals sprach sich natürlich strikt dagegen aus...

2. Bäume für Hernals!

Wir machen weiter! In sechs unserer zwanzig Anträgen fordern wir Bäume, Bäume und nochmals Bäume!

Die Wiener Stadtregierung stellt den Bezirken ein Sonderbudget für Klimaschutzmaßnahmen und für eine rasche Anpassung an die tropische, sommerliche Hitze bereit.

Wir wollen dieses Budget sinnvoll ausgeben. Jeder Baum ist eine dauerhafte und nachhaltig Investition in die Zukunft und verbessert das Mikroklima langfristig!Aus einem Maßnahmenkatalog, der auch Dach- und Fassadenbegrünungen und Sprühnebelbögen fördert, erschien uns der Straßen-Baum als für Hernals am besten geeignet.

Die Hernalser*innen leiden ja nicht nur unter der sommerlichen Hitze, sondern zunehmend auch an der schlechten Luft. Bäume filtern Feinstaub, der vor allem im Winter hohe Konzentrationen erreicht. Sie können im Wurzelbereich große Mengen Wasser speichern und verdunsten. Bäume sind, wenn sie einmal gesund anwachsen konnten, nahezu wartungsfrei, auch wenn ihre Standfestigkeit und Gesundheit regelmäßig überprüft werden muss.

Dach- und Fassadenbegrünungen sind natürlich auch positiv. Allerdings haben wir die Fassadenbegrünung des Amtshaus am Elterleinplatz bereits 2017 beantragt und bis heute keine Reaktion erhalten. Wir gehen davon aus, dass die Stadt, bzw. der Bezirk Hernals hier beispielgebend sein muss, um private Hausbesitzer*innen davon zu überzeugen, ihre Fassaden zu begrünen.

Standorte für Bäume hingegen lassen sich im öffentlichen Raum leicht finden und festlegen. Hier liegt es vor allem am politischen Willen, Stellplätze nicht länger als Lager für private Fahrzeuge, sondern sinnvoller zu nützen. Allerdings endet beim nächsten Parkplatz gewöhnlich die neu entdeckte Klimaschutz-Euphorie der SP, FP und VP in Hernals!

Denn derzeit überschlagen sich ja unsere politischen Mitbewerber*innen mit "Grünen" Anträgen. Es scheint also wahlkampftechnisch von Vorteil zu sein, Umweltschutz- und Klimaschutzmaßnahmen zu predigen.

Allerdings wollen sowohl SPÖ, FPÖ und ÖVP einen Lobautunnel graben und eine dritte Piste am Flughafen Schwechat betonieren. Sie wollen weitere Milliarden in klimaschädlichen Autobahnprojekten vergraben und geben nun plötzlich medial zu bedenken, man müsste erst Angebote schaffen und hätte doch die Bahn ausbauen müssen!

Mit ein paar kleinen und netten Blumenampel ist der Klimawandel nicht aufzuhalten. Ob die anderen Fraktionen auch nach der Nationalratswahl den von uns geforderten Baumpflanzungen im Umweltausschuss zustimmen sowie endlich die geforderten Angebote schaffen werden (etwa kindertaugliche Rad und Fußverkehrsinfrastruktur), die – ja – Stellplätze in Lebensraum umwandeln werden, wird sich weisen.

3. Verbesserte öffentliche Anbindung und mehr Freiräume für Hernals!

In unseren Anträgen zur Mobilität wollen wir attraktivere Öffis und bessere Fußwege für die vielen Menschen, die gern zu Fuß gehen!

Weiters wollen wir die Kapitelgasse und die Syringgasse zwischen Blumengasse und Beheimgasse aufwerten und beantragten je eine Wohnstraße, die den Anrainer*innen vor Ort mehr Freiraum und Aufenthaltsqualität bietet.

Ob sich die Verkehrskommission im Bezirk unseren Anträgen anschließen wird, oder ob sie – wenn es ernst wird – ihre traditionelle Autozentriertheit wiederentdecken, wird sich zeigen. Wir halten euch auf dem Laufenden.


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