Postsportplatz: Die Stadt Wien hätte es in der Hand

Es droht das Aus für den leistbaren Vereins- und Breitensport am Postsportplatz! Seit Monaten kämpft die Initiative „Rettet den Post SV“ darum, dass der Post SV bleiben kann. Alle Parteien im Hernalser Bezirksparlament haben sich unmissverständlich für den Erhalt des Vereinssports am Gelände ausgesprochen. Die Stadt Wien hätte mehr Handlungsspielraum, als sie zugibt.
Leistbares Sportangebot in Gefahr!
Die Post AG wird alle Flächen, die aktuell vom Post SV genutzt werden, für gemeinnützige Betreiber:innen und alle anderen Flächen für kommerzielle Betreiber:innen EU-weit ausschreiben. Diese Information trifft bei der Diskussion „Ein Ort am Wort“ von Radio Wien am 9. Juni 2026 auf massive Skepsis. Die Sorge ist groß, dass in einem EU-weiten Bieterverfahren der Vereinssport den Kürzeren zieht. Der Post SV will auf Augenhöhe verhandeln.
Neues Konzept für den Post SV
Erst vor kurzem hat der neu gewählte Vorstand hat gemeinsam mit Expert:innen ein neues Konzept präsentiert, mit dem er die Post AG und die politisch Verantwortlichen überzeugen will. Es umfasst innovative Maßnahmen für Leistungs- und Breitensport und zeigt ökologisches und gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein. Ziel ist es, das breite Sportangebot und die Heimstatt so vieler Wiener:innen zu erhalten.
Die Stadt Wien muss Verantwortung übernehmen
Tatsächlich hängt jetzt alles von den Ausschreibungskriterien der Post AG ab, in welchem Umfang auf die Gemeinnützigkeit der Pächter:innen gesetzt wird und die Grundlage für leistbaren Vereins- und Breitensport erhalten bleibt.
Die Stadt Wien verweist gerne auf das Wiener Sportstättenschutzgesetz. Dieses stellt zwar den Erhalt der Sportflächen unter Schutz, aber nicht die Sportvereine als gemeinnützige Anbieter:innen von kostengünstigen Sportmöglichkeiten, sportliche Ausbildung und soziales Lernen inklusive. Die Stadt hat aber noch zwei weitere Trümpfe in der Hand:
- Erstens kann sie etwaige Umwidmungen (für die bereits verbauten/versiegelten Flächen!) an Bedingungen knüpfen, z.B. an eine Bevorzugung von gemeinnützigen Vereinen.
- Zweitens gibt es die Option, den Postsportplatz zu übernehmen und als Betreiberin den Vereins- und Breitensport in seiner aktuellen Größe zu erhalten.
Selbst wenn, Wirtschaftsminister Hartmannsdorfer ein gewichtiges Wort mitreden darf, kann sich die Stadt hier nicht herausreden. Mit Resolutionen in Richtung Wirtschaftsminister zu winken, ist schön und gut, aber sie sind nur dann das Papier wert, wenn daraufhin Taten folgen. Diese wollen wir sehen!
Initiative „Rettet den Post SV“
Eltern und Funktionär:innen des Post SV haben die Petition „Rettet den Post SV“ gestartet. Bereits weit knapp 24.000 Menschen haben sie unterschrieben. Wer noch nicht unterschrieben hat, kann das noch bis zum 3. September tun!

Zeig uns den Postsportplatz, wie du ihn liebst
Zeig uns in einem Bild Deinen Postsportplatz. Deinen Blick. Deinen Moment. Ob Sonnenuntergang am Platz, verschwitztes Match, stille Ecke oder großes Gemeinschaftsgefühl — wir suchen Fotos, die zeigen, warum dieser Ort wichtig ist.